Köstritzer-Hallenpokal 12. 02. 2017

Hallenlandesmeisterschaft um den Köstritzer Pokal: der ausführliche Bericht

Der Hallenmeister der Männer des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) heißt SV Blau-Weiß 90 Neustadt. Der Fünfte der Landesklasse, Staffel 1, gewann am Samstagnachmittag (11.02.) in der Dreifelderhalle Waltershausen alle  fünf Spiele und erhielt aus den Händen von Turnierleiter Sven Wenzel (Vorsitzender des TFV-Spielausschusses), Werner Gerling (Mitglied des TFV-Spielausschusses und Verantwortlicher für den Landespokal) sowie Peter Brenn (1. Vizepräsident) den Köstritzer Pokal.

Jens-Uwe Penzel, der Neustädter Trainer, zog am Ende des knapp vierstündigen Turniers ein positives Fazit: „Wir haben heute sicher verdient gewonnen, weil wir einen sehr guten Futsal gespielt haben. Obwohl uns der Termin in die Vorbereitung auf die Rückrunde nicht ganz so gepasst hat, haben wir uns nun einmal qualifiziert. Und da wollten wir die Sache ernst nehmen und gewinnen. Man hat sicher gesehen, dass wir in jedem Spiel eine gute Leistung abgeliefert haben und gegen Eisenach sogar sehr gut gespielt haben.“

Zunächst hatten die acht Finalisten jeweils drei Spiele in ihrer Vorrunde zu bestreiten. In der Gruppe A setzte sich der spätere Meister mit drei Siegen souverän durch und stand so wie der der einzige Verbandsligist, der FC Eisenach, der zwei Mal gewann, bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Halbfinalist fest. Ohne Chance, in die Runde der besten vier Teams zu kommen, waren sowohl der 1. Suhler SV 06 - der Landesklassist gewann eine Partie - und der Kreisoberligist FSV 06 Kölleda, der ohne Punkt blieb.

Auch in der Vorrundengruppe B war der FSV Grün-Weiß Stadtroda vorfristig für das Halbfinale qualifiziert. So wie Neustadt zog der Landesklassezweite (Staffel 1) mit drei Siegen in diese Runde ein. Während mit dem SV Grün-Weiß Siemerode eine Landesklassevertretung (Staffel 2) auf der Strecke blieb, löste mit der SG FSV Großbreitenbach/Altenfeld ein Kreisoberligist (Mittelthüringen) das Ticket für das Halbfinale. Neben Siemerode wurde auch der SV Rot-Weiß Kraja (Kreisoberliga Nordthüringen) nach der Vorrunde aus dem Turnier verabschiedet.

Spannend verliefen die beiden Halbfinals. Während Neustadt die Kombination Großbreitenbach/Altenfeld knapp bezwang (1:0), stand es in der anderen Begegnung zwischen Stadtroda und Eisenach nach zehn Minuten torlos. Auch nach der dreiminütigen Verlängerung gab es keine Treffer. So musste die Entscheidung von Sechsmeterpunkt fallen. Hier setzten sich die Grün-Weißen aus Ostthüringen durch.

Das Spiel um Platz 3 zwischen dem FC Eisenach und der SG FSV Großbreitenbach/Altenfeld sah mit den Wartburgstädtern einen klaren 3:0-Gewinner. Das Finale verlief ausgeglichen, wobei der SV Blau-Weiß 90 am Ende mit 2:0 die Nase vorn hatte.

Auf Vorschlag von Claudio Mußler, im TFV für Futsal zuständig, wurden die Ehrungen für die Kategorie „Bester Spieler“ - die erhielt der Großbreitenbacher Maurizio Döhring - und „Bester Torwart“ - diese Würdigung ging an Christoph Haase (Neustadt) - vergeben. Mit Markus Strobel (Neustadt) und Zvonimir Teklic (Eisenach) wurden gleich zwei „Beste Torschützen“ (je fünf Treffer) geehrt.

Getränke vom Namensgeber des Turniers, der Köstritzer Brauerei, gab es sowohl für Torschützen sowie für die Mannschaften. Außerdem wurden Medaillen, Geldprämien und Bälle verteilt.

Die 225 Zuschauer sahen ein insgesamt sehr faires Turnier. Das war auch ein Verdienst der Schiedsrichter Richard Lorenz, Georg Pfeifer, Ralf Schwethelm und Martin Werner, die die 16 Turnierspiele konsequent leiteten. Sie wurden gecoacht von Sandy Hoffmann, Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses.

Ein positives Resümee der Stunden in Waltershausen zog auch Sven Wenzel, der Vorsitzende des TFV-Spielausschusses. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, sagte er und bedankte sich in Namen des Verbandes ganz herzlich beim Ausrichter FSV Waltershausen, der auch außerhalb des Parketts für beste Bedingungen sorgte.

Neustadts Trainer Jens-Uwe Penzel bezeichnete den Hallenfußball nach den Futsal-Regeln als interessante Sache, die sich, was die Regeln betreffe, bei den Mannschaften noch einschleifen müsse. Für den SV Blau-Weiß 90 Neustadt holten diese Spieler den Titel:

Christoph Haase, Markus Strobel, Martin Köhler, Sandro Badermann, Robin-Lee Engler, Dominik Seidel, Felix Julins, Tobias Grau.

Wer wollte, konnte sich am Liveticker, der von Anja Maintz (TFV-Geschäftsstelle) gepflegt wurde, über den Verlauf der Endrunde informieren. Auch die Auslosung im Köstritzer Landespokal (Halbfinale) war zu sehen, selbst wenn es im Video ein Problem mit der Perspektive gab. Aber die Experten werden daran arbeiten ...

Die Statistik:

Vorrunde A:
Neustadt-Suhl 2:0, Kölleda-Eisenach 1:4, Neustadt-Kölleda 2:1, Eisenach-Suhl 2:1, Suhl-Kölleda 2:1, Eisenach-Neustadt 1:4

Mannschaften Tore Pkt.
1. SV BW 90 Neustadt 8:2 9
2. FC Eisenach 7:6 6
3. 1. Suhler SV 06 3:5 3
4. FSV 06 Kölleda 3:8 0

Vorrunde B:
Stadtroda-Kraja 1:0, Siemerode-Großbreitenbach 1:1, Stadtroda-Siemerode 1:0, Großbreitenbach-Kraja 3:1, Kraja-Siemerode 1:1, Großbreitenbach-Stadtroda 0:2

MannschaftenTorePkt.
1.FSV GW Stadtroda4:09
2.SG FSV Großbreitenbach/Altenfeld4:44
3.FSV GW Siemerode2:32
4.SV RW Kraja2:51

Halbfinale:
Neustadt-Großbreitenbach 1:0
Stadtroda-Eisenach 2:1 (nach Sechsmeter-Schießen)

Spiel um Platz 3:
SG FSV Großbreitenbach - FC Eisenach 0:3

Endspiel:
SV Blau-Weiß 90 Neustadt - FSV Grün-Weiß Stadtroda 2:0.

Hartmut Gerlach