Verband 14. 12. 2020

Ewige Tabelle (31): Ex-Bundesligaprofi Ralf Strogies kommt aus dem Eisenberger Nachwuchs

In den bisherigen 30 Spieljahren haben in der höchsten Spielklasse des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), die als Landesliga, Verbandsliga und nun Thüringenliga bezeichnet wurde und wird, 65 Vereine gespielt. Die Reihe der Vereine, die hier ihre sportliche Heimat hatten, reicht vom BSV Eintracht Sondershausen (23 Saisons) bis zum TSV 08 Holzthaleben (1).

In Zusammenarbeit mit Andreas Kästner (Sömmerda), Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) „Archivwesen im TFV“ und Chef-Statistiker, der uns die Texte liefert, wollen wir Ihnen die Vereine der „Ewigen Tabelle“ vorstellen.

Heute (31): SV Eintracht Eisenberg – 3. Platz nach Aufstieg in die Thüringenliga

„Bis 1933, als der Arbeitersport durch die Nationalsozialisten verboten wurde, bestimmte vor allem der 1911 gegründete Arbeiterfußballverein Vorwärts Eisenberg die fußballerischen Geschicke der Ostthüringischen Stadt. Des Weiteren existierte mit Helios Eisenberg ein dem DFB angehörender bürgerlicher Verein. Der war zwischen 1921 und 1924 in den Gauligen Ostthüringen und Osterland aktiv, Spitzenplatzierungen wurden dabei jedoch nicht erreicht.

Erst mehrere Jahrzehnte später gelangen der BSG Möbelkombinat, die als BSG Stahl 1955 erstmals in die Bezirksliga Gera aufgestiegen war, einige vordere Platzierungen in dieser Spielklasse. Mit dem dritten Platz und dem Vorstoß ins Finale des FDGB-Bezirkspokals, das dann gegen die BSG Motor Neustadt/Orla in Elsterberg erst in der Verlängerung verloren ging, war die Saison 1978/79 die erfolgreichste zu DDR-Zeiten. Wenngleich im Ligafußball die Zugehörigkeit zur Bezirksklasse zwischen 1946 und 1990 überwog, gehörte mit Ralf Strogies ein späterer Bundesligaprofi dem Eisenberger Nachwuchs an, der später für den TSV 1860 München 19 Erstligaeinsätze bestritt.

Unter dem aktuellen Namen SV Eintracht wurden die Eisenberger zunächst Ostthüringischer Vizemeister in der Saison 1992/93, ehe weitere nachhaltige Ausrufezeichen für längere Zeit ausblieben.

Erst mit dem Aufstieg in die Landesklasse 2009 rückten die Männer aus dem Schortental nach und nach ins landesweite Blickfeld Thüringens. Der Sprung ins Thüringer Oberhaus folgte 2014, wo mit Platz Drei einen Top-Einstand gefeiert werden konnte. Diese Platzierung stand auch nach Abbruch der Corona-Saison 2019/20 zu Buche.“

Wird fortgesetzt

Andreas Kästner/Hartmut Gerlach