Sportgericht 22. 09. 2022

Geldstrafe nach Vorfällen in der Landesklasse, Staffel 3 (zweites Verfahren)

In einem mündlichen Verfahren hat sich das Sportgericht des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) mit Vorkommnissen nach dem Punktspiel der Landesklasse 3, FC An der Fahner Höhe II – RSV Fortuna Kaltennordheim (14.08.22) beschäftigt.

Gründe dafür waren der fehlende Ordnungsdienst vor, während und nach dem Spiel sowie das Nichteinschreiten von Verantwortlichen der Heimmannschaft zum sicheren Abgang der Aktiven (Schiedsrichter, Gast- und Heimmannschaft). Anlass dafür war eine vorhandene aufgeheizte Gesamtsituation aus dem Spiel heraus. Es sei zu verbalen Aussagen und zu Tätlichkeiten an einem Spieler der Gästemannschaft im Kabinengang gekommen.

Im Ergebnis von Zeugenbefragungen urteilte das Sportgericht so:

Der FC An der Fahner Höhe wird zu einer Geldstrafe verurteilt und trägt die Kosten des Verfahrens.

In der Begründung heißt es unter anderem: „… Aufgrund der Tatsache, dass es sich vorliegend um das Fehlverhalten einer einzeln agierenden Person handelt, kann das Sportgericht vorliegend von einer Sperre für den Verein bzw. die Mannschaft und gerade noch von Zuschauer ausschließenden Maßnahmen absehen. Auch ein Punktabzug erscheint vorliegend noch nicht angezeigt-

Allerdings muss eine deutliche Geldstrafe ausgesprochen werden, die das Sportgericht
als tat- und schuldangemessen ansieht-

Aufgrund des engen Zusammenhangs der vorstehend einzeln bewerteten Sachverhalte
hält es das Sportgericht für angezeigt eine Gesamtstrafe zu bilden … .“

Hartmut Gerlach