Thüringenliga 17. 05. 2019

Martinroda und Geratal vor unterschiedlich schwierigen Auswärtsaufgaben

In der Thüringenliga, in der am Wochenende der 26. Spieltag auf dem Programm steht, sind bis zum Spieljahresende noch 15 Punkte zu vergeben. Da ist noch einiges möglich. Etwas mehr Klarheit gibt es aber in der Abstiegsfrage.

Denn seit ein paar Tagen steht der offizielle Rücktritt der BSG Wismut Gera aus der Oberliga fest. Sven Wenzel, der Vorsitzende des Spielausschusses des Verbandes und Staffelleiter der Thüringenliga, hat die Vereine der höchsten Thüringer Spielklasse über die sich daraus ergebende gegenwärtige Abstiegssituation informiert: „Damit zählt die Mannschaft als erster Absteiger aus der Oberliga in die Thüringenliga und es kommt laut Auf- und Abstiegsregelung des TFV (siehe Infoheft, Seite 56) Punkt 1.1.2. zum Fall b) mit mindestens einem Absteiger aus der Oberliga und damit mindestens drei Absteigern, wenn der Landesmeister in die Oberliga aufsteigt und keine weitere Thüringer Mannschaft aus der Oberliga in die Thüringenliga absteigt.“

Unser Mann für die Statistik, Andreas Kästner (Sömmerda), hat sich in seiner Vorschau mit fünf der acht Partien beschäftigt:

„Nicht allzu gewagt sein dürfte nach der Sondershäuser Niederlage in Eisenberg die Prognose sein, dass der Meistertitel in diesem Jahr erstmals in den Ilmkreis wandert. Doch ob zum FSV Martinroda, der beim Tabellenfünften FC An der Fahner Höhe am Wochenende die vermeintlich schwierigere Aufgabe des Führungsduos zu lösen hat, oder zur Spielvereinigung Geratal, ist nach wie vor offen. Die Spielvereinigung muss zum bereits als Absteiger feststehenden VfL Meiningen 04 reisen. Trotzdem dürfte das Huck-Team gewarnt sein, denn gegen Martinroda feierten die Meininger mit dem 2:0 am 17. März einen ihrer beiden Saisonsiege und können befreit aufspielen.

Auch die SG Glücksbrunn Schweina hat trotz des Sieges in Teistungen bei 15 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer kaum noch Chancen, die Klasse zu halten. Vielleicht gelingt der SG aber gegen den SV Eintracht Eisenberg ein weiterer Dreier. Das war ihr in drei Begegnungen mit den Ostthüringern an gleicher Stelle zweimal gelungen.

Nicht leicht wird es für die abstiegsbedrohten SpG FC Thüringen Weida und FSV Preußen Bad Langensalza. Beim SV 09 Arnstadt konnte Weida keines von bislang sechs Spielen in der Liga gewinnen (zwei Unentschieden, 3:15 Tore). Und die Preußen haben mit dem BSV Eintracht Sondershausen einen Gegner, den sie in dieser Spielklasse noch nicht bezwingen konnten.

Zu ihrem 30. Thüringenliga-Duell treffen sich der SC 1903 Weimar und der SV SCHOTT Jena auf dem Lindenberg. Sprechen bisher insgesamt 15 Siege, neun Unentschieden und fünf Niederlagen (42:24 Tore) klar für SCHOTT, verrät die Heimspielbilanz der Weimarer eher Ausgeglichenheit. Sie gewannen vier Mal, Jena fünf Mal (16:18). Für den SC wäre ein Sieg seit dem 3:0 am 14. August 2004 in diesem Duell längst überfällig.“

Das sind die Paarungen, die Tabellenstände, die Ergebnisse der Hinrunde und die Schiedsrichter:

Samstag, 18.05.19, 15 Uhr

SC 03 Weimar (6.) - SV SCHOTT Jena (4.) (0:3)

Schiedsrichter: Anne-Kathrin Steudemann

BSV Eintracht Sondershausen (3.) - FSV 1996 Preußen Bad Langensalza (15.) (2:1)

Schiedsrichter: Konrad Götze

SG Glücksbrunn Schweina (15.) - SV Eintracht Eisenberg (7.) (0:4)

Schiedsrichter: Max Storch

1.SC 1011 Heiligenstadt (11.) - SG FC Wacker 14 Teistungen (9.) (0:0)

Schiedsrichter: Armin Stollberg

SV 09 Arnstadt (10.) - SG FC Thüringen Weida (12.) (2:2)

Schiedsrichter: Dirk Honnef

Samstag, 18.05.19, 18 Uhr

FC An der Fahner Höhe (5.) - FSV Martinroda (1.) (0:3)

Schiedsrichter: Wolfgang Gäbler

Sonntag, 19.05.19, 15 Uhr

VfL Meiningen 04 (16.) - SpVgg. Geratal (2.) (0:4)

Schiedsrichter: Alexander Roßmell

SV 1879 Ehrenhain (13.) - ZFC Meuselwitz II (8.) (0:1)

Schiedsrichter: Nick Schubert

Hartmut Gerlach