DFB/NOFV 06. 08. 2018

Presseschau nach dem Drittligaspiel SC Preußen Münster - FC Carl Zeiss Jena (1:2)

Ausführlich berichten die „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) und die „Thüringische Landeszeitung“ (TLZ) über den erfolgreichen Auftritt der Jenaer in Münster. Etwas kürzer fällt der Artikel in der „Thüringer Allgemeine“ (TA) aus. In allen drei Thüringer Zeitungen ist Michael Ulbrich der Autor, wobei OTZ und TLZ auch noch einen Kommentar von ihm veröffentlichen. Für „Freies Wort“ (FW) hat Ulrich Klemm aus Münster berichtet.

Schauen wir zunächst auf die OTZ und TLZ. Ulbrich wählt die Überschrift „Ich hoffe, dass ich jetzt nicht noch einmal zum Friseur muss“. Damit zitiert er Felix Brügmann, der in seinem ersten Punktspiel für Jena das 1:0 erzielte. Zuvor war er noch in Jena beim Friseur gewesen, doch die Teamgefährten hätten darüber gelacht. Deshalb legte Firat Suczus noch einmal Hand an die Frisur von Brügmann, was Kapitän Renè Eckardt zur Bemerkung nach Spielschluss veranlasste, dass es schon beachtlich sei, mit dieser „Frise“ (Jugendsprache für Frisur - H. G.) ein Tor zu machen.

Das 2:1 sei hart erkämpft worden, schreibt Ulbrich. „Bis in die sechste Minute der Nachspielzeit mussten sich die Thüringer den Angriffen der Hausherren erwehren.“ Weiter heißt es wörtlich: „Dass es in Münster noch einmal spannend wurde, lag am schnellen Gegentreffer nach der Pause. …Auch danach erspielten sich die Preußen weitere Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen. Doch mit zunehmender Spieldauer wurden auch deren Beine schwerer.“

Für den Kommentar titelt Michael Ulbrich „Kein Grund abzuheben“. Er betont, dass Jena zwar saisonübergreifend einschließlich Pokal acht Partien in Folge gewonnen. Das sei jedoch kein Grund abzuheben. Ulbrich schreibt: „Die sechs gesammelten Punkte sind nicht mehr oder weniger ein gutes Fundament für die nächsten Wochen und Monate. Um die 45 bis 50 Punkte werden notwendig sein, um am Ende dne Klassenerhalt feiern zu können. Und nur darum kann es für dne FC Carl Zeiss in dieser Saison gehen.“ Wenn man jetzt auf die Euphoriewelle aufspringen könne, mache das auch spätere Rückschläge weniger folgenschwer, heißt es weiter.

Die Schlagzeile in „Freies Wort“ lautet „Gelobt sei die Trinkpause“. Ulrich Klemm bezeichnet den Saisonstart Jenas als Volltreffer. Auch diesmal habe Zeiss das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite gehabt. Aber die Mannschaft habe auch leidenschaftlich gekämpft und sich die optimale Ausbeute von sechs Puntken redlich verdient.

Die Trinkpause habe die Wende gebracht. In der habe Mark Zimmermann die richtigen Worte gefunden. Wörtlich ist zu lesen: „Dass Florian Brügmann und seine Kollegen in der Defensivabteilung nach der Pause unter Druck geraten würden, kam nicht überraschend. Münster begann den zweiten Durchgang mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch und schaffte es, bereits in der 48. Minute durch René Klingenburg zu verkürzen. Das war´s dann aber auch. Jena verteidigte geschickt, hatte mit Jo Coppens einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten und profitierte davon, dass beim Gastgeber nach 75 Minuten die Kräfte erlahmten.“

Die vollständigen Texte findet man in den Printausgaben der Medien und im Internet.

Hartmut Gerlach