DFB/NOFV 12. 03. 2018

Presseschau zum Drittligaspiel FC Rot-Weiß Erfurt - Karlsruher SC (1:3)

In der „Thüringer Allgemeine“ (TA), „Thüringische Landeszeitung“ (TLZ) und „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) - hier ist der Artikel etwas kürzer - schreibt Thomas Rudolph über das Drittligaspiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen den Karlsruher SC vom Sonntag im Steigerwaldstadion. Seine Überschrift lautet „Zu spät aufgewacht“.

Es war die achte Niederlage im 13. Heimspiel für Erfurt. Es sei ein Spiel mit zwei verschiedenen Gesichtern gewesen. In den ersten 45 Minuten habe die Mannschaft lethargisch und ohne Biss agiert und sei minütlich von einer Verlegenheit in die andere gelaufen. Deshalb sprach Stefan Emmerling auch davon, das Spiel in der ersten Halbzeit verloren zu haben. In der zweiten Halbzeit erreicht RWE Gleichwertigkeit. Aber es habe, so Defensivmann Kaffenberger, der letzte Wille und die Kaltschnäuzigkeit hätte gefehlt. Rudolph schließt so: „An einen Ligaverbleib glauben bei elf Punkten Rückstand wohl nur noch die größten Optimisten, zumal die Aufgabe mit dem Gastspiel beim Aufstiegsanwärter Wiesbaden am Freitag (19 Uhr) nicht einfacher wird. Der realistischere, weil wahrscheinliche Weg ist der Gang in die Regionalliga, zumal ein Klassenverbleib auch rein sportlich kaum noch zu stemmen ist. Wird zeitnah die Insolvenz angemeldet, kann das Kapitel 3. Liga endgültig ad acta gelegt werden.“

In der TA liest man noch einen Kommentar von Thomas Rudolph mit dem Titel „Zeichen stehen auf Abstieg“. Er schreibt, dass Erfurt mitunter gut mitspiele, doch der Gegner nehme zumeist die Punkte mit. So sei die Floskel vom fehlenden Glück gefährlich, wenn sie so häufig wie in Erfurt verwendet wäre. RWE habe es versäumt, zuhause die Grundlage für den Klassenerhalt zu legen, Rudolph endet so, wobei der Autor Stefan Emmerling zu Wort kommen lässt: „Man brauche nicht vom Klassenerhalt sprechen, wenn Woche für Woche die Punkte ausbleiben. Das wirkt nach außen ebenso unglaubwürdig wie nach innen. Die Zeichen stehen klar auf Abstieg aus der 3. Liga – vor allem, wenn sich mancher Spieler noch im Winterschlaf befindet.“

Für „Freies Wort“ (FW) schreibt Ulrich Klemm unter der Überschrift „Dreißig Minuten Tiefschlaf“. Erfurt verliere das rettende Ufer immer mehr aus dne Augen, es gehe zu Ende beim Drittliga-Dino, liest man zu Beginn. Klemm schreibt: „Wer dem Schlusslicht angesichts von nur noch zehn ausstehenden Spielen eine Rettungschance zubilligt, muss ein grenzenloser Optimist sein.“ Rot-Weiß war vor allem in den ersten 30 Minuten völlig chancenlos und habe sich so schon einmal für die Regionalliga beworben. So schließt Rudolph: „Durch den Sieg bleibt der KSC als Dritter dem Spitzenduo aus Paderborn und Magdeburg weiter dicht auf den Fersen – und für Erfurt steht so gut wie fest, dass man nächste Saison gegen den ZFC Meuselwitz anzutreten hat.“

Auch für diese Presseschau zum zweiten Thüringer Vertreter in der 3. Liga gilt: Ausführliches gibt es in den Printmedien und im Internet.

Hartmut Gerlach