DFB/NOFV 12. 03. 2018

Presseschau zum Drittligaspiel SC Preußen Münster - FC Carl Zeiss Jena (2:2)

Aus Münster berichtet für die „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) und „Thüringische Landeszeitung“ (TLZ) in jeweils ausführlichen Beiträgen Michael Ulbrich. Er ist auch der Autor für einen kürzeren Artikel in der „Thüringer Allgemeine“ (TA). Ulbrich titelt „Von der Angst vorm Gewinnen“.

Jena habe eine klare Führung verspielt, aber, so der in die Mannschaft gerückte Niclas Erlbeck, der Punkt entspreche dem Spielverlauf. Trainer Mark Zimmermann sprach von der Angst vorm Gewinnen. Der Verfasser zitiert ihn so: „In der ersten Halbzeit war ich von uns beeindruckt, nach der Pause nur noch vom Gegner.“ Wörtlich heißt es weiter: „Die Thüringer spielten die Preußen förmlich an die Wand, ließen sie über die feine fußballerische Klinge springen.“ Erlbeck lobt die Offensive, die sehr variabel gespielt habe, gut in Bewegung war und sich super Chancen herausgearbeitet hätte. Das 1:2 habe Münster zurück ins Spiel gebracht. Der Gegner habe alles mobilisiert. Das sein keine Frage der Fitness, sondern des Kopfes gewesen, sagt Zimmermann.

In einem Kommentar beschäftigt sich Michael Ulbrich unter der Überschrift „Nullen haben keine Kanten“ in der OTZ und TLZ mit der Suspendierung von Jan Löhmannsröben. Der habe im Training eine Entscheidung seines Trainers missbilligt. Der Spieler habe damit eine Grenze überschritten, bei allem Verständnis für seine Art und Weise, Fußball zu leben, heißt es. Löhmannsröben hätte sich angesichts der Konkurrenz auf seiner Position jedoch selbst geschadet. Ulrich schreibt: „Ganz ehrlich: fußballerisch ist der Suspendierte kaum vermisst worden.“ Aber: „Jan Löhmannsröben ist einer dieser Typen, die den Fußball ausmachen. Wie heißt es so schön: Nur Nullen haben keine Ecken und Kanten; er ist das ganze Gegenteil. Und gerade deswegen so wichtig für den FC Carl Zeiss Jena.“

Ulrich Klemm hat in „Freies Wort“ (FW) den Bericht mit der Schlagzeile „Jena bringt einen Zähler aus Münster mit“ unterschrieben. Damit hätten sich die Chancen auf den Ligaverbleib erhöht. Das 2:2 sei redlich verdient gewesen, allerdings habe Jena nach dem Seitenwechsel stark abgebaut und sei Gefahr gelaufen, den Zähler noch aus der Hand zu geben. Die Jenaer Rumpftruppe konnte in Münster zunächst gefallen. Die enorme Steigerung der Preußen führte trotz aller Jenaer Proteste wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zum letztlich leistungsgerechten 2:2.

Die vollständigen Texte bieten die Printausgaben der Thüringer Zeitungen und das Internet.

Hartmut Gerlach