U14 Junioren 13. 06. 2017

Lob von Christian Wück für Bedingungen in der Landessportschule und Kritik an der Schiedsrichterauswahl

Kurz vor dem Ende des 4. Spieltages beim Sichtungsturnier des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für U14-Spieler in der Landessportschule Bad Blankenburg sprachen wir mit dem Leiter der Maßnahme Christian Wück. Der DFB-Trainer wird die U15-Juniorennationalmannschaft formieren und sie voraussichtlich auch bis zur U17-Europameisterschaft führen. Wück, einst Bundesligaspieler beim 1. FC Nürnberg und seit sechs Jahren DFB-Angestellter, lobt zunächst die Bedingungen in Bad Blankenburg. „Die Anlage ist wunderschön und die Plätze haben ein Top-Niveau.“ Kurzum, die Bedingungen in der Thüringer Landessportschule seien hervorragend, sagte Wück, Die Leistungen der Spieler wären dementsprechend gut gewesen. Er sei mit dem Niveau zufrieden.

Kritisch äußerte sich der DFB-Mann hingegen zu den Schiedsrichtern. „Wir müssen uns Gedanken machen, ob wir für eine Maßnahme, wo wir Topleistungen von den Spielern erwarten, nicht auch Schiedsrichter hier haben sollten, die vielleicht schon etwas höher gepfiffen haben. Die Leistungen der Unparteiischen waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Vielleicht sollte man hinterfragen, ob die Einstufungskriterien für die Schiedsrichter, die hier pfeifen dürfen, zu leicht sind. Aber das ist nicht meine Aufgabe.“

Bei den Coaches, insbesondere Sandy Hoffmann und Peter Weise, beide Mitglieder des Schiedsrichterausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), die die jungen Schiedsrichter während des Turniers betreuen, sieht man das anders. „Es ist doch besser, wenn ein junger Mann oder eine junge Frau in dieser Altersklasse pfeift als ein Mitzwanziger“, entgegnet Peter Weise. Für Sandy Hoffmann machen die Schiedsrichter, die sich, wie bereits informiert, über zwei Lehrgänge für das DFB-Sichtungsturnier qualifiziert haben, genau so wie die Spieler eine Entwicklung durch. „Da können, wie etwa am 2. Tag, auch Fehler passieren, aber der Dank der Trainer und Spieler nach den Partien hat gezeigt, dass sie mit den Unparteiischen zufrieden waren“, betont Hoffmann. Beide TFV-Schiedsrichterfunktionäre halten trotz der kritischen Worte von Christian Wück an ihrer Auflassung fest, dass sich die zehn Thüringer Schiedsrichter hier im Wesentlichen ordentlich präsentiert haben.

Auch von Teammanager Markus Löw gab es Lob für den Gastgeber. Löw bedankte sich am Mittwoch (14.06.) in einem Telefonat bei Sandy Hoffmann ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit. Auch die Disziplin, das Engagement und das insgesamt positiven Auftreten der Schiedsrichter wurde vom DFB-Mann gewürdigt.

Hartmut Gerlach