Thüringenliga 07. 08. 2017

Vorgestellt: FSV 06 Ohratal ist das 63. Team in der Thüringenliga

 

In unserer 3. und letzten Folge, in der wir die Neulinge in der Thüringenliga 2017/18 vorstellen, ist heute der FSV 06 Ohratal dran. Dabei greifen wir wieder auf das Material zurück, das Andreas Kästner (Sömmerda) erarbeitet hat. Der Statistiker ist ja seit einem Jahr unser Partner für die Vorschauen der höchsten Spielklasse. Er brilliert immer wieder mit interessanten Informationen. Dass dies wie ein Großteil der Öffentlichkeitsarbeit im Verband ehrenamtlich geschieht, wollen wir ausdrücklich dankend erwähnen.

Heute. FSV 06 Ohratal

Der FSV 06 Ohratal Ohrdruf, als 63. Team der Geschichte in der Thüringenliga ein noch unbeschriebenes Blatt, konnte sich in der Vorsaison durch den Verzicht der SpG Borsch 1925 als Zweitplatzierter der Landesklasse Staffel 3 den Aufstieg sichern. Dabei entschied das bessere Torverhältnis bei Punktgleichheit gegenüber der SpG 1.FC Sonneberg.

Erst 2006 aus den Fußballabteilungen des Ohrdrufer SV und der SV Fortuna Hohenkirchen hervorgegangen, durchlebt der Verein seitdem eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Dem Aufstieg in die damalige Bezirksliga im Jahre 2008 folgte zwei Jahre später die Qualifikation zur Regionalklasse Staffel 7, heute Kreisoberliga Westthüringen, und dort 2014 mit dem Titelgewinn der Sprung in die Landesklasse.

Ein Achtungszeichen setzten die Ohrataler im Frühjahr 2015, als sie das Halbfinale des Thüringer Pokalwettbewerbs erreichten und erst durch ein 0:2 am Regionalligisten ZFC Meuselwitz scheiterten.

Nun inzwischen in Thüringens Elite angekommen, trugen unter anderen die von Beginn an dem Team die Treue haltenden Stützen Patrick Januszeck, Nico Baum und David Blaschczok zu den Erfolgen bei, ebenso zuletzt Dominik Müller, der sich mit 17 Treffern in der vergangene Saison als bester Schütze seines Vereins in die Torjägerliste der Staffel eintrug.

Einen entscheidenden Anteil an der fußballerischen Entwicklung am Nordrand des Thüringer Waldes in den letzten Jahren hatte Trainer Jan Thimm, der auch den Aufstieg in die Thüringenliga mit einleitete. Zum endgültigen Erfolg führte Max Storch das Team vom Goldbergstadion, das bis voraussichtlich Ende August noch einer Sanierung unterzogen ist.

Mit dem Start in die Thüringenliga am Wochenende gegen Meister Wacker Nordhausen II besetzte Karsten Voigt die Trainerbank des FSV 06.

Dass die Ohrdrufer auch in der Thüringenliga nicht klein beigeben wollen, zeigt die Zielstellung „gesichertes Mittelfeld“. Mit auf einigen Positionen verstärktem Kader soll dieses Unternehmen angegangen werden. Thüringens Fußballgemeinde ist gespannt.

Andreas Kästner/Hartmut Gerlach