Hinweise zum Sportbetrieb in der aktuellen Pandemischen Lage

Der organisierte Sport selbst ist nicht in der Thüringer Sonderverordnung geregelt. Die gesetzlichen Maßnahmen, die speziell den organisierten Sport betreffen, finden sich in der sogenannten KiJuSSpo-VO mit Vorgaben für Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfe, Schulen und den Sportbetrieb. Zuständig ist das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Zudem gilt es eine Allgemeinverfügung des Sportministeriums zu beachten. Diese gesetzlichen Zuordnung stellt klar, dass Wettkämpfe ohne Zuschauer sowie Aus- und Fortbildungen ebenso zum Sportbetrieb gehören, wie „die nach dem Vereinsrecht notwendigen Zusammenkünfte“. Letzteres sind auch Mitgliederversammlungen und Gremiensitzungen und demnach in der KiJuSSpo-VO geregelt. Veranstaltungen mit Zuschauern beziehen sich auf die aktuelle Thüringer Infektionsschutzverordnung. Hier ist auch definiert, welche Tests in welcher Form anzuwenden ist. Daher sind die gesetzlichen Vorgaben miteinander verzahnt.

FAQ - Was gilt im Moment für den Trainings- und Spielbetrieb im Fußball?

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat zum 20. Dezember 2021 eine aktualisierte Allgemeinverfügung für den organisierten Sport erlassen. Diese Regelungen sind im Zusammenhang mit der aktuellen Thüringer Infektionsschutzverordnung zu sehen, hier wird etwa die Testbefreiung nach Boosterimpfungen definiert und Vorgaben für Sportveranstaltungen mit Zuschauern festgelegt.

Im Einzelnen gilt für den organisierten Sportbetrieb:

2G (Nachweis des entsprechenden Status: Geimpft oder Genesen) 

  • für alle Erwachsenen, die im Amateurbereich im Freien am Trainings- und Wettkampbetrieb des organisierten Sports teilnehmen.

2G+ (Nachweis des entsprechenden Status: Geimpft oder Genesen und Nachweis eines negativen Testergebnisses auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 per Schnelltest vor Ort/ Antigenschnelltest/ 24 Stunden gültig; PCR-Tests/ 48 Stunden; Test mit einem alternativen Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren/ 24 Stunden)

  • für alle Erwachsenen, die im Amateurbereich in geschlossenen Räumen am Trainings- und Wettkampbetrieb des organisierten Sports teilnehmen

Ausnahme Testpflicht vollständig immunisierte Personen:
Folgende Personen sind im Rahmen der 2G Plus-Zugangsbeschränkung von der Testverpflichtung befreit:

  • geimpfte Personen ab dem 15. Tag nach einer Auffrischungsimpfung („Boosterimpfung“) 

Was gilt als Selbsttest?
Es zählt ein in Deutschland zertifizierter Antigenschnelltest zur Eigenanwendung durch medizinische Laien. Im Fall der Durchführung eines Selbsttests muss dieser durch die sich selbst testende Person vor Ort unter Beobachtung von Mitarbeitern oder von beauftragten Personen von Einrichtungen, Veranstaltern, anbietenden Personen oder Dienstleistern durchgeführt werden.

Ausnahme 3G:

  • Personen, die aufgrund eines ärztlichen Attestes in den letzten drei Monaten nicht geimpft werden konnten, hier gilt kein Selbsttest, sondern nur ein offizieller Antigenschnelltest durch einen infektionsschutzrechtlich befugten Dritten mittels Point-of-Care-Test (PoC-Test) oder einem vergleichbaren Test 
  • Trainer, Übungsleiter, Kampfrichter, Schiedsrichter und sonstige Beschäftigte des Vereins... (weitere Infos unter "Was gilt für Übungsleiter...?")

3G (Nachweis des entsprechenden Status: Geimpft, Genesen oder Getestet per Antigenschnelltest/ 24 Stunden gültig; PCR-Tests/ 48 Stunden; Test mit einem alternativen Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren/ 24 Stunden):
- Kinder und Jugendliche in Training und Wettkampf, die bereits eingeschult worden sind, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und an regelmäßigen Schultests teilnehmen, diese gelten als  Testnachweis.
- Kinder und Jugendliche ohne Schultestnachweis müssen einen entsprechend anderen 3G-Nachweis erbringen.

Kein Nachweis erforderlich:
Kinder, die noch nicht eingeschult worden sind; Vollendung sechstes Lebensjahr und keine Covid-19-Symptome haben

3G (Nachweis des entsprechenden Status: Geimpft, Genesen oder Getestet per Schnelltest vor Ort unter Aufsicht/ Antigenschnelltest/ 24 Stunden gültig; PCR-Tests/ 48 Stunden; Test mit einem alternativen Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren/ 24 Stunden):
- Berufssportler, Profisportler, Kaderathleten des Bundes und des Landes der olympischen, paralympischen, deaflypischen und nicht olympischen Sportarten sowie Kaderathleten des Bundes und des Landes von Special Olympics Deutschland

Grundsätzlich gilt nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes (§ 28b Abs. 1 und 3) am Arbeitsplatz die Pflicht zum 3G-Nachweis. Das bedeutet konkret, dass auch in Einrichtungen des organisierten Sportbetriebs tätige Personen eine Vorlagepflicht für einen 3G-Nachweis haben, bevor sie die Einrichtung betreten oder die Angebote durchführen. Darunter fallen unter anderem auch Übungsleiter, Trainer sowie Kampf- und Schiedsrichter als sonstige oder beauftragte Personen im Sinne des §14 Thüringer Infektionsschutzverordnung. Wir verweisen im Sinne des Gesundheitsschutzes mit dieser Ausnahme verantwortungsbewusst umzugehen. Heißt; selbst wenn geimpfte und genesene Übungsleiter usw. nach dieser Regelung nicht gestestet sein müssen, raten wir dennoch dazu diesen Test durchzuführen. Der Verein trägt die Verantwortung! 

Als Test gelten maximal 24 Stunden alte Schnelltests durch Testzentren oder Arztpraxen, Schnelltests durch entsprechend geschultem Personal des Arbeitgebers oder vor Ort unter autorisierter Aufsicht selbst durchgeführte Tests. Ein PCR-Test darf 48 Stunden zurückliegen.

Zu trennen ist zwischen dem Sportbetrieb (Wettkämpfe sofern sie ohne Zuschauer stattfinden, Aus- und Fortbildungen, Mitgliederversammlungen und sons­tige Gremiensitzungen) und Sportveranstaltungen mit Zuschauern. Für den Sportbetrieb gilt die KiJuSSp-VO und die Allgemeinverfügung des TMBJS, für den Umgang mit Zuschauern bei Sportwettkämpfen gelten weiterhin die vom Kabinett festgelegten allgemeinen Regelungen für öffentliche Veranstaltungen; darunter fällt auch die Elternbegleitung bei Kindersportwettkämpfen.

Regelungen für Veranstaltungen mit Zuschauern:

  • In geschlossenen Räumen:
    - 2G bis 50 Personen
    - ab 50 Personen 2GPlus (Selbsttest vor Ort unter Aufsicht reicht aus)
    - Qualifizierte Gesichtsmaske
    - Anzeigepflicht der Veranstaltung mit Zuschauern beim zuständigen Gesundheitsamt (zehn Tage vorher)
    - Obergrenze von 500 Personen (max. 50% der Kapazität)
  • Im Freien:
    - 2G
    - Qualifizierte Gesichtsmaske
    - Anzeigepflicht der Veranstaltung mit Zuschauern beim zuständigen Gesundheitsamt (zehn Tage vorher)
    - Kapazitätsbeschränkung auf 75% der Höchstauslastung
    - Maximal 1.000 Personen

Die Benutzung von Duschen und Umkleiden sind nicht untersagt. Dabei sollte jedoch weiterhin Abstand gehalten und die Kontakte bestmöglich minimiert werden. Auch das Tragen eines Mundschutzes in Umkleiden ist empfehlenswert. Die Benutzung und deren Bedingungen dazu sollten im Infektionsschutzkonzept geregelt sein.

Jeder Verein ist verpflichtet, für seine Heimspielstätte(n) ein eigenes Hygienekonzept gemäß der aktuell gültigen Gesetzgebung bzw. Verordnungen der Bundes- bzw. Landesregierung vorzuweisen und dieses Hygienekonzept bei Einforderung der behördlichen Stellen (z.B. Gesundheitsamt) vorzulegen bzw. einzureichen. Die Infektionsschutzkonzepte müssen weiterhin folgende Aussagen enthalten:

  • Kontaktdaten verantwortliche Person,
  • Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden,
  • Angaben zur begehbaren Grundstücksfläche unter freiem Himmel,
  • Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung,
  • Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung,
  • Maßnahmen zur weitgehenden Gewährleistung des Mindestabstands nach § 1 Abs. 1,
  • Maßnahmen zur angemessenen Beschränkung des Publikumsverkehrs

Ja, in geschlossenen Räumen beim Sport im Verein ist die Kontaktnachverfolgung verpflichtend, beispielsweise über das Führen einer Teilnehmendenliste oder mithilfe einer Kontaktnachverfolgungs-App.

Mitgliederversammlungen gehören als die nach dem Vereinsrecht notwendigen Zusammenkünfte im Sinne von § 25 Absatz 2 ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO zum organisierten Sportbetrieb. Demnach ist der organisierte Sport grundsätzlich erlaubt, wenn ein Infektionsschutzkonzept vorgelegt werden kann und der Mindestabstand eingehalten wird. Eine Anmeldung bzw. Anzeige als Versammlung oder Veranstaltung ist nicht erforderlich, wir raten aber dennoch dazu, um gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die Durchführung unter aktuellen Vorgaben abzusichern. Zu beachten sind die aktuellen Vorgaben wie Infektionsschutzkonzept, Kontaktverfolgung, Abstand, 2G+ usw.

Nachrichten

Hinweise Corona

Thüringer Gesundheitsministerium verlängert bestehende Infektionsschutzmaßnahmen

22.01.2022

Die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner hat heute (21.01.22) in Erfurt die Dritte Verordnung zur Änderung der Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung unterzeichnet.

Hinweise Corona

Infektionsschutzverordnung ab 28. Dezember verschärft: keine Änderungen für den Sport

30.12.2021

Für den Jahreswechsel gilt in Thüringen eine aktualisierte Infektionsschutz-Verordnung, angepasst an die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 21. Dezember. Die Verordnung tritt am 28. Dezember 2021 in Kraft

Hinweise Corona

Neue Infektionsschutzverordnung ab 20. Dezember: Sportveranstaltungen ohne Zuschauer, Befreiung von Testpflicht nur nach Boosterimpfung

20.12.2021

Für den Jahreswechsel gilt in Thüringen eine aktualisierte Infektionsschutz-Verordnung. Die Verordnung tritt am 20. Dezember 2021 in Kraft und gilt bis einschließlich 16. Januar 2022.

Hinweise Corona

Keine Testpflicht für Geimpfte und Genesene

15.12.2021

Mit Schreiben vom 9. Dezember 2021 hat Gesundheitsministerin Heike Werner darüber informiert, dass vollständig immunisierte Personen im Rahmen der 2G Plus-Zugangsbeschränkung von der Testverpflichtung befreit sind.

Hinweise Corona

Vorgaben für den organisierten Sportbetrieb in Thüringen

02.12.2021

Der Landessportbund (LSB) Thüringen hat für seine Verbände noch einmal die Vorgaben für den organisierten Sportbetrieb im Freistaat