Leitlinien zum Umgang Mit Sars-CoV-2-Fällen sowie Verdachtsfällen im Verein

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Spielzeit 2020/21 keine wie jede andere. Um gut gewappnet zu sein und bei Covid-19-Fällen in einer Mannschaft schnell, angemessen und möglichst einheitlich reagieren zu können, haben wir eine Anlaufstelle für Vereine geschaffen.

Meldestelle für Covid -19-Fälle in Vereinen: Ist bereits bestätigt, dass sich eine Person innerhalb oder im unmittelbaren Umfeld einer Mannschaft (Spieler*in, Trainer*in etc.) mit SARS-CoV-2 („Corona-Virus) infiziert hat, dann melden Sie dies bitte umgehend über unsere Meldestelle auf: www.tfv-erfurt.de

Zudem haben wir einige Leitlinien aufgestellt. Sie sollen den Vereinen als Anhaltspunkte für vorbildliches Verhalten dienen.

Was müssen wir als Verein bei einem Verdachtsfall oder gar bestätigten Corona-Fall tun?

Grundsätzlich hat die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt oberste Priorität, jedoch möchten wir unseren Vereinen Hilfestellungen an die Hand geben und als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung stehen. Wurde in Ihrem Verein eine Person (Trainer*in, Spieler*in, etc.) positiv auf Covid-19 getestet, leiten Sie diese Schritte unverzüglich ein:

1.      Nehmen Sie Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt (Übersicht Gesundheitsämter) auf
- Austausch über die nächsten Schritte und weiteres Vorgehen
- Kontaktnachverfolgung im Verein (Info-Blatt des RKI)

2.      Informieren Sie den TFV
- über das Online-Meldeformular
- ggf. telefonische Rücksprache mit unseren Hygienebeauftragten Stefan Schaper 0361/34767203

3.      Planen Sie das weitere Vorgehen im Verein
- Notwendige Maßnahmen (v.a. Vorgaben Gesundheitsamt)
- Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb
- Auswirkungen auf den Spielbetrieb (Rücksprache TFV)

4.      Informieren Sie Medien/Öffentlichkeit
- Abstimmung mit Gesundheitsamt und ggf. TFV (Gesundheitsämter Thüringen)
- Information innerhalb des Vereins (z.B. Homepage), insbesondere andere Mannschaften, Eltern usw.
- Pressemitteilung verfassen

Bei der Risikobewertung orientieren wir uns grundsätzlich an den Empfehlungen des Robert- Koch-Institutes (RKI) zur Kontaktpersonennachverfolgung. Ausgangspunkt ist immer eine bestätige Erkrankung durch das Coronavirus SARS-CoV-2. Von dieser positiv getesteten Person aus lässt sich je nach Intensität des Kontakts unterscheiden in Kontaktpersonen der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko) und Kontaktpersonen der Kategorie II (geringes Infektionsrisiko). Kontaktpersonen der Kategorie I werden vom Gesundheitsamt registriert und müssen sich absondern. Bei Kontaktpersonen der Kategorie II werden vom Gesundheitsamt nur optional Maßnahmen verhängt. Weitere Details zur Kontaktpersonennachverfolgung finden Sie auf den Seiten des RKI.

Personen, die Krankheitssymptome aufweisen (insbesondere Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns), dürfen nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Sie sollten ihre sozialen Kontakte so weit wie möglich einschränken und einen Arzt aufsuchen. Das Training/der Spielbetrieb läuft ohne die entsprechende Person weiter. AUSNAHME: Es besteht ein „höheres Infektionsrisiko“ (siehe  Kontaktpersonennachverfolgung gemäß RKI), zum Beispiel durch Kontakt zu einer anderen infizierten Person und der betroffene Spieler hatte seither wiederum engen Kontakt zu weiteren Spielern (zum Beispiel längerer Aufenthalt in der Kabine ohne Mindestabstand). In diesem Fall sollten sich alle Spieler mit „höherem Infektionsrisiko“ absondern, auch vom Trainings- und Spielbetrieb.

Wichtige Links:

RKI: Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (mit Auflistung aller Symptome)

RKI: Kontaktpersonen-nachverfolgung bei respiratorischen Erkrankungen durch das  Coronavirus SARS-CoV-2

Generell besteht in Thüringen eine Testpflicht für alle Rückkehrer aus Risikogebieten. So lange Sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, müssen Sie 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben.
Das RKI führt in einer regelmäßig aktualisierten Liste Staaten auf, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht. Auf einer Karte zeigt das RKI zudem an, bei welchen Gebieten Rückreisende nach Deutschland möglicherweise mit einer Quarantäne zu rechnen haben.
Bevor ein Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet wieder zur Mannschaft stößt, klären Sie folgende Fragen: Bestanden oder bestehen seit Antritt der Reise Symptome, die auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus hinweisen? Steht das Reiseziel auf der Risikoliste des RKI? Weisen Sie Ihre Spieler schon vor Urlaubsantritt auf diese Umstände hin und treffen Sie klare Regelungen.
Nur wenn beide Fragen mit Nein beantwortet werden können, darf der Spieler wieder am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Falls eine der Fragen mit Ja beantwortet ist, muss der Kontakt vermieden und unverzüglich ein Arzt aufgesucht bzw. den behördlichen Vorgaben Folge geleistet, zum Beispiel ein Corona-Test durchgeführt werden.

wichtige Links:
Bundesregierung: Information für Reisende und Pendler

RKI: Informationern zur Ausweisung internationaler Risikogebiete

Land Thüringen: Corona-Tests für Reiserückehrer

Fragen und Antworten zu Coronatests bei Einreisen nach Deutschland

Seit 1. August können sich Reiserückkehrer aus dem Ausland kostenfrei auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen lassen. Diese Möglichkeit besteht für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten bis 15. September. Das hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) festgelegt. Um die Gesundheit der weiteren Spieler zu schützen, ist ein freiwilliger Corona-Test nach der Einreise absolut empfehlenswert, vorgeschrieben ist dies aber nicht.

Sollten hingegen nach der Einreise jedoch Symptome auftreten, muss unverzüglich ein Arzt kontaktiert und die häusliche Isolation aufgesucht werden, bis ein Testergebnis vorliegt.

Eine Kontaktaufnahme und Abstimmung des Spielers mit dem Hausarzt und der Gesundheitsbehörde über die nächsten Schritte und das weitere Vorgehen muss erfolgen. Entsprechend der Kategorisierung in Kontaktpersonen der Kategorie I und II hat sich der Spieler in Quarantäne zu begeben und einem Corona-Test zu unterziehen bzw. den Kontakt zu Dritten so weit wie möglich einzuschränken. Spieler der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko) dürfen auf keinen Fall am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen, bis die Quarantänephase (in der Regel 14 Tage) beendet ist oder ein negativer Corona-Test vorliegt. Grundsätzlich müssen die Kontaktaufnahme und Abstimmung des Spielers mit einem Arzt und der Gesundheitsbehörde erfolgen. Die Spiele bleiben zunächst angesetzt und werden ohne die betreffenden Spieler ausgetragen, es sei denn es erfolgen andere Anweisungen der Gesundheitsbehörden.

In diesem Fall ist besondere Vorsicht geboten, die Hygienemaßnahmen im Vereinsumfeld sollten weiter erhöht werden. In Abstimmung mit den lokalen Behörden kann eine Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs in Betracht gezogen werden, falls dies unumgänglich erscheint. Bei behördlichem Verbot wird das Spiel abgesetzt und in Abstimmung mit den Staffelleiter der weitere Verfahrensweg besprochen (Tausch Heimrecht, Ausweichplatz in sichereren Gebieten, zeitnahe Neuansetzung).

Sind auf Grund behördlicher Anordnungen Sicherheitsmaßnahmen oder auch Hygienekonzepte zur Durchführung von Fußballsppielen mit und ohne Zuschauer vorgeschrieben, so sind die Heimvereine (bzw. Veranstalter) zur Aufstellung und Einhaltung dieser behördlichen Maßnahmen verantwortlich. Kann ein Heimverein (bzw. Veranstalter) die Auflagen am vorgesehenen Spielort nicht erfüllen, so ist er für die Organisation eines geeigneten Ausweichortspielort verantwortlich. Die Gastvereine haben ebenso für die Einhaltung dieser Konzepte und Auflagen zu sorgen. Zuwiderhandlungen können zu Sportgerichtsverfahren und notwendigen Diziplinarmaßnahmen führen.

Grundsätzlich sind die Vereine in der Pflicht, sich an das ausgearbeitete Hygienekonzept zu halten und alles zu tun, um Infektionen im Vereinsumfeld zu verhindern. Die Gesundheit der Mitglieder und die Verantwortung für die Bevölkerung haben oberste Priorität. Kann ein Spiel aufgrund des Corona-Virus nicht stattfinden (zum Beispiel, weil sich viele Spieler der Mannschaft in Quarantäne befinden oder die Austragung behördlich verboten wurde) wird das Spiel vom Staffelleiter verlegt und in Abstimmung mit den Vereinen schnellstmöglich nachgeholt. Für ein Gelingen des Spieljahres sind maximale Verantwortung, Rücksichtnahme und Flexibilität von allen Beteiligten erforderlich. Verzichtet ein Verein freiwillig aufgrund der Angst vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus auf ein angesetztes Spiel, gilt dies als Nichtantritt. Gegen die vom Staffelleiter dann vorzunehmende Wertung sind Rechtsmittel gemaäß Rechts- und Verfahrensordnung des TFV möglich.

Da ein Schiedsrichter in der Regel keinen Körperkontakt zu den Spielern hat und über eine eigene Kabine verfügt, besteht nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Gesundheitsbehörde ist trotzdem empfehlenswert. Sollte es keine gegenteiligen Anweisungen vom Gesundheitsamt geben, gilt der Schiedsrichter (wenn überhaupt) als Kontaktperson der Kategorie II („geringeres Infektionsrisiko“) und hat nichts weiter zu unternehmen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, dass Schiedsrichter den Mindestabstand zu den Spielern auch während des Spiels einhalten, insofern dies möglich ist.

Kontakt:

Blieb Ihre Frage unbeantwortet? Dann kontaktieren Sie uns. Fragen rund um das Thema Hygienekonzept beantwortet ihnen Stefan Schaper (s.schaper@tfv-erfurt.de)

Ihr Thüringer Fußball-Verband e.V.

Augsburger Straße 10
99091 Erfurt

info@tfv-erfurt.de
0361/347670